ELEKTRO- AUTO IST „KLIMAFREUNDLICHER“ – NACH 580.000 KILOMETERN

30.04.2018

ELEKTRO- AUTO IST „KLIMAFREUNDLICHER“ – NACH 580.000 KILOMETERN

Nächster grüner Merkel- Murks. Vom Unterschied zwischen „lokal emissionsfrei“ und „total emissionsfrei“.

Ein Beitrag von Prof. Dr. Jörg Meuthen:

Liebe Leser, der Lieblingsfeind linksgrüner Bevormundungsfanatiker ist bekanntlich das Auto.

Genau genommen das Auto in seiner bisherigen Form, also mit einem bewährten und über die Jahrzehnte hinweg perfektionierten Verbrennungsmotor.

Diesen Wohlstands- und Mobilitätsgaranten für Millionen Deutsche bekämpfen die Grünen mit aller ideologischen Verblendung, zu der sie fähig sind – und das ist bekanntlich die am stärksten ausgeprägte Fähigkeit in dieser Partei der Technikfeinde und Studiumsabbrecher.

Leider haben die Grünen bei diesem Kampf schon seit Jahren eine Mitstreiterin an der Spitze der Regierung – nämlich Kanzlerdarstellerin Merkel höchstpersönlich. Ein wichtiges Ziel dieser Dame ist bekanntlich die Entkernung der Union von hie und da noch anzutreffenden Resten an Vernunft und Konservatismus, um dann die leere Unions-Hülle den Grünen als Koalitionspartner andienen zu können. Die Förderung des Elektro-Autos passt da perfekt ins Bild.

Typisch für die oberflächliche Effekthascherei sowohl von Grünen als auch von Frau Merkel ist es nämlich, ein Fahrzeug daran zu messen, was direkt am Auspuff herauskommt. Gibt es keinen solchen Auspuff, wie dies ja beim Elektroauto der Fall ist, dann ist alles gut – „lokal emissionsfrei“ heißt das Zauberwort, das Grüne wie auch Merkel vor Glück erstrahlen lässt.

Nur leider heißt „lokal emissionsfrei“ eben nicht „total emissionsfrei“. Ganz im Gegenteil: Die Produktion gerade der für die Elektroautos notwendigen Akkus ist außerordentlich energieintensiv, und auch der Strom in Deutschland kommt nicht aus der Steckdose, sondern muss in Kraftwerken erzeugt werden.

In Deutschland geschieht dies momentan in 39,6% der Fälle durch die Verbrennung von Kohle sowie in weiteren 8,4% durch die Verbrennung von Erdgas. Dadurch werden unter anderem große Mengen an CO2 erzeugt – also genau desjenigen Gases, das von Grünen & Co. als besonders „klimaschädlich“ bezeichnet wird.

Anscheinend ist dies aber nur dann „klimaschädlich“, wenn es aus dem Auspuff eines Fahrzeugs entströmt – wird es dagegen bei der Stromerzeugung aus einem Kraftwerksschlot geblasen, scheint seine sonst angeblich so verheerende Wirkung jeden Schrecken zu verlieren.

Der ADAC hat nun nachgemessen, wie sich das Elektrofahrzeug in Bezug auf die tatsächlichen CO2-Emissionen über seinen gesamten Lebenszyklus schlägt, also inklusive der erforderlichen Energie für die Produktion, das Recycling und die laufende Stromerzeugung zum Betreiben des Fahrzeugs.

Untersucht wurden Kleinwagen, Fahrzeuge der Kompaktklasse und oberen Mittelklasse. Die Ergebnisse sind durch die Bank ernüchternd.

Bei all diesen Fahrzeugen dauert es nämlich viele 10.000 Kilometer, bis ein Elektroauto eine positive CO2-Bilanz gegenüber seinem Pendant mit Verbrennungsmotor aufweist.

Besonders krass ist das Missverhältnis im Bereich der oberen Mittelklasse: Dort sind sage und schreibe 580.000 Kilometer an Laufleistung erforderlich, damit die Bilanz des Elektrofahrzeugs gegenüber einem modernen Diesel positiv wird.

Das Dumme ist nur: Kaum ein Elektrofahrzeug wird diese exorbitante Laufleistung jemals schaffen, da die Akkus, wie man zumindest derzeit prognostiziert, bereits nach recht wenigen Jahren ihre Wirkung verlieren und komplett ersetzt werden müssen.

Aufgrund der exorbitant hohen Kosten für neue Batterien wird es sich dann in aller Regel um einen wirtschaftlichen Totalschaden handeln, sodass ein komplett neues Fahrzeug hergestellt werden muss, für welches der Zyklus dann wieder bei Null zu laufen beginnt.

Oder anders ausgedrückt: Im weit verbreiteten Segment der oberen Mittelklasse kann der Elektroantrieb einem effizienten Dieselmotor nicht das Wasser reichen.

Dieses Faktum anzuerkennen und entsprechend zu handeln, zum Beispiel durch die Beendigung der Verunsicherung und partiellen Enteignung von Millionen Dieselfahrern, wäre ein Zeichen verantwortungsvoller Politik. Leider steht die Dame im Kanzleramt, getrieben von ihrer Sucht nach „schönen Bildern“ sowie ihrer Konfliktunfähigkeit, für das genaue Gegenteil.

Zeit daher für verantwortungsvolle Politik statt grüner Ideologie. Zeit für die #AfD.

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Quelle: ADAC motorwelt, April 2018, S. 18-22.

https://1-stromvergleich.com/strom-report/strommix/

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